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Australiens Northern Territory – Tropisches Top End und Red Centre

Das Northern Territory – Tropisches Top End und Red Centre

Meine dritte Reise nach Down Under führte mich im Mai ins Northern Territory.

Das Northern Territory in Autralien vereint völlig unterschiedliche Landschaftsformen in einem Bundesstaat. Das eher unbekannte tropische Top End rund um Darwin mit seinem endlosen und unberührtem Buschland und das rote Outback im Herzen Australiens mit dem weltbekannten Uluru – größtes Heiligtum der Aborigines.

Mit „nur“ 16 Flugstunden ist Darwin eine der uns am nächstgelegene Städte Australiens. In Darwin angekommen, empfing uns die Stadt mit ihrem typisch tropischen Klima. Temperaturen über 30 Grad und Sonnenschein pur. In Darwin lebt knapp die Hälfte der gesamten Bevölkerung des Northern Territory, nämlich rund 125000 Einwohner. Dennoch wirkt die Stadt eher wie eine Kleinstadt. Am ersten Abend gönnten wir uns am Mindil Beach Market einen Sundowner Cocktail am Strand. Hier treffen sich Einheimische und Touristen um Köstlichkeiten aus aller Welt zu probieren. Ein weiteres Highlight – das Deckchair Kino mit Blick aufs Meer: ein Open Air Kino, in dem man bequem im Liegestuhl die neuesten Filme unter dem australischen Sternenhimmel verfolgen kann.

Von Darwin aus starteten wir unsere Tour in die verschiedenen Nationalparks im Norden Australiens. Unsere erste Station war der Kakadu Nationalpark. Diese Region ist eine der unberührtesten Gegenden Australiens. Mein Highlight hier waren die Bootstouren auf dem East Alligator River und in den Yellow Water Billabongs. Zusammen mit unserem Bootsführer, einem Aborigine, machten wir uns auf dem Fluss auf den Weg nach Arnhem Land. Der Name des Flusses kommt nicht von ungefähr. Hier leben mehrere 1000 Krokodile! Arnhem Land, Siedlungsgebiet der Aborigines, darf nur mit Genehmigung betreten werden und ist völlig unberührt von den Weißen. Einen grandiosen Blick auf die gewaltige Natur im Northern Territory hat man auch vom Ubirr Rock an der Grenze zu Arnhem Land. Hier kann man zahlreiche Wandmalereien der Aborigines bestaunen, die zum Teil schon über 10000 Jahre alt sind. Und wenn man ganz genau hinschaut kann man mit viel Glück eins der sehr scheuen Felsenkängurus entdecken!

Unsere Reise führte uns dann weiter nach Süden in den Litchfield Nationalpark. Auch hier gibt es unberührtes Buschland soweit das Auge reicht. Ein ganz besonderes Highlight war hier das Bad in einem der zahlreichen natürlichen Pools, eingerahmt von Wasserfällen wie z.B. an den Florence Falls. Einfach herrlich! Vor allem bei den tropischen Temperaturen! Und noch etwas ganz besonderes findet man hier: riesengroße Termitenhügel, zum Teil 4 Meter hoch.

Im Nitmiluk Nationalpark machten wir eine Bootsfahrt durch die spektakuläre Katherine Gorge, eine von massiven Felsformationen eingerahmte Schlucht. Als wir im Morgengrauen am Bootsanleger ankamen tummelten sich hunderte von riesigen Flughunden in den Bäumen, die von Ihren nächtlichen Streifzügen zurückkamen. Was für eine unglaubliche Geräuschkulisse!

Nach unserer Rückkehr in Darwin flogen wir ins Red Centre, nach Ayers Rock. Der Anflug in Ayers Rock ist atemberaubend, wenn mitten im nirgendwo plötzlich der Uluru in seinen unglaublichen Rottönen  auftaucht. Am Abend durften wir dann ein ganz besonderes Dinner am Field of Lights genießen, ein Lichterspektakel des Künstlers Bruce Munro am Fuße des Uluru, das in sich ständig wechselnden Farben die Nacht erhellt.

Nach einer Nacht im 5-Sterne Hotel ging es dann auf ins nächste Abenteuer – Campen im Busch. Unser Guide von Way Outback war durch und durch Naturmensch. Er führte uns durch den Canyon of Winds in den Kata Tjutas, einer ungewöhnliche Felsformation, die aus der roten Wüste emporragt.

Zurück am Abend in unserem Camp im Ayers Rock Resort, kochten wir uns gemeinsam unser Abendessen und ließen den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Und dann folgte meine erste Nacht im Freien unter dem gigantischen Sternenhimmel Australiens im typisch australischen Swag. Abenteuerlich!

Am nächsten Morgen hieß es dann noch vor Sonnenaufgang aufstehen um das Farbspiel der aufgehenden Sonne am Uluru zu bewundern! Anschließend ging es dann zum Kings Canyon. Auch hier machten wir eine tolle Wanderung entlang des Canyons, bei der uns unser Guide das Leben der Aborigines näherbrachte. Abends fuhren wir dann tief in den Busch zu unserem nächsten Camp – völlig abgeschieden von der Zivilisation. Kein Handyempfang, eine improvisierte Toilette und eine Dusche im Freien. Nach dieser sehr abenteuerlichen Nacht fuhren wir nach Alice Springs, unserer letzten Station der Reise. Alice Springs liegt im geographischen Zentrum Australiens und ist die einzige größere Stadt im Outback. Und hier erlebten wir etwas ganz seltenes für das Rote Zentrum: Sintflutartigen Regen! So unberechenbar ist die Natur in diesem Land. Aber trotz des Wetters hatten wir einen tollen Abend Outdoor mit super leckerem Essen, Live Musik und Didgeridoo.

Auch dieses Mal erlebte ich in Australien ganz besondere Momente und ich werde ganz sicher nicht das letzte Mal hier gewesen sein.

Eure Simone Migliaccio

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